03.09.2020
Direkt aus dem Gemeinderat

Die bisherige Stellplatzsatzung der Gemeinde Pettendorf stammt aus dem Jahr 1997. Die Verwaltung erkannte, daß eine Überarbeitung vorteilhaft wäre und schlug dem Gemeinderat eine Neufassung vor. In der Septembersitzung im Saal des Gasthauses Mayer wurde diese diskutiert und mit leichten Anpassungen übernommen. Wesentliche Änderungen sind nun ein stärkerer Verweis auf die Garagen- und Stellplatzverordnung des Freistaats Bayern und Detaillierungen zur Höhe und Verwendung eines etwaigen Ablösebetrags.

Gesamtkonzept zur Ermittlung der Gesamtkapazität der vorhandenen Vorfluter und der notwendigen Maßnahmen für den ökologischen Gewässerschutz - hinter diesem sperrigen Titel verbirgt sich eine Studie, mit der demnächst ein geeignetes Ingenieurbüro beauftragt werden soll. Zielsetzung ist, die bestehende Reserve im Bereich der Vorfluter zu ermitteln. Vorfluter dienen der zeitversetzten Weitergabe von gepuffertem Niederschlagswasser an Fließgewässer (und nicht in den Kanal). Damit sollen Volumenstromspitzen im Klärwerk abgefedert werden. In der Studie erarbeitete Kenntnisse über die bestehenden Reserven sollen künftig in die Bauleitplanung einfließen.

Nicht alle Eigentümer im Bereich des Bebauungsplan Zur Alten Mühle I sind mit einer Teilnahme am Umlegungsverfahren einverstanden (vgl. Artikel zur April-2019-Sitzung). Dies erfordert eine Änderung des Bebauungsplans, welche die betroffenen Flächen ausspart. Auch dies brachte der Gemeinderat auf den Weg.

Der Markt Lappersdorf plant den Neubau eines Gerätehauses für die Feuerwehr in Kareth. Hierfür soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden, das Verfahren bringt es mit sich, daß Träger öffentlicher Belange beteiligt werden. Hierzu zählt auch die Gemeinde Pettendorf, deren Kommunalparlament jedoch feststellte, daß die "von der Gemeinde Pettendorf wahrzunehmenden öffentlichen Belange" nicht berührt werden.

Das Konfliktpotential in der Schnittmenge von Mountainbikern, Waldbauern und Erholungssuchenden schwelt bereits einige Zeit vor sich hin. In jüngster Zeit nimmt die Dynamik hier zu. In der Augustsitzung wurde Bürgermeister Eduard Obermeier vom Gemeinderat beauftragt, die Thematik an das Landratsamt heranzutragen, was umgehend umgesetzt wurde. Entsprechend soll künftig ein Runder Tisch mit allen Beteiligten und Betroffenen etabliert werden. Dennoch beantragte die UwB-Fraktion die zusätzliche Initiierung eines Arbeitskreises Mountainbike Pettendorf. Obermeier stellte klar, daß die Bildung von Arbeitskreisen außerhalb der Geschäftsordnung nicht in der Kompetenz des Gemeinderats liege. Der Gemeinderat nahm die Idee zur Kenntnis, die Verwaltung wurde gebeten, diese Thematik an das Umweltforum zur möglichen Thematisierung und Bearbeitung weiterzuleiten.